Teppichreinigung – Probleme und Optionen

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Wie schnell ist das passiert? Man feiert eine wunderbar ausgelassene Party. Das Thema selbiger ist eigentlich egal, auf jeden Fall gibt es Getränke, sowohl alkoholischer als auch antialkoholischer Art. Man unterhält sich, es ist nett und schon hat der allseits geschätzte Nachbar Meier sein Glas etwas zu enthusiastisch zum Prost erhoben und das Endergebnis kann man sehen. Auf dem weißen Teppichboden sind nun rote Weinflecken.

Was tun, wenn der Teppich verschmutzt ist?

Teppiche – gleich ob sie aussehen wie die Webware, mit der Aladdin in Serien oder Filmen unterwegs ist, oder es sich um die Ausführung „Teppich rund“ handelt – haben diese unangenehme Eigenschaft, dass sie irgendwann einmal dreckig sind. Und natürlich könnte man dieses Stück Weberzeugnis jetzt einfach zur nächsten Reinigung bringen oder sich sagen, dass man dies ja wohl selbst erledigen kann. Immerhin ist eine professionelle Reinigung keine sonderlich billige Angelegenheit.

Kosten für die Reinigung

Hierbei kommt es natürlich darauf an, aus welchem Produkt der Teppich gefertigt wurde und welche Reinigung man mit der Arbeit beauftragt. Die Preise verstehen sich sowohl pro Quadratmeter, als auch je Material.

Velours, Kelim, Flickenteppiche, Allgäuer oder Maschinenteppiche? Hier kann man mit Preisen um die 10 bis 20 Euro rechnen.

Höherwertige Tuftteppiche, respektive Webware, die handgeknüpft ist, schlagen, ebenso wie Wollteppiche im Allgemeinen mit zwischen 15 und 20 Euro, während „merzerisierte Baumwolle“, sowie Kunstseide 30 bis 40 Euro je Quadratmeter kosten. Am teuersten ist Naturseide. Hier muss man mit bis zu 50 Euro kalkulieren.

Bei Pflege und Spezialbehandlungen fallen noch einmal fünf bis zehn Euro pro Quadratmeter und Behandlung an.

Und die Rotweinflecke, die Nachbar Meier auf dem Teppich hinterlassen hat? Die zählen als Zusatzleistung und entsprechend sind die Preise von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.

Eigenbemühungen

Aber selbstverständlich besteht auch die Option, selbst reinigend tätig zu werden. Hierzu gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen:

Trockenreinigung

Da wäre einerseits die Möglichkeit der Trockenreinigung. Hierzu nimmt man einen Teppichklopfer, was besonders bei älteren Teppichen die geeignete Methode ist. Man hängt ihn über eine Stange und klopft ihn ab.

Alternativ nutzt man einen Staubsauger, wobei man hier ein wenig Acht darauf geben muss, dass der Bürstenaufsatz auch passt. Hier gilt:

  • Langflorteppiche – Aufsatz ohne Bürsten.
               
  • Kurzflorteppiche – Aufsatz mit langen Bürstenhaaren.

Während bei Kurzflor lange Bürstenhaare den Staub und Schmutz tief im Gewebe herausholen können, wird bei dem bürstenlosen Aufsatz der Staubsauger mehrfach über den Teppich geführt, um den Staub aufzunehmen. Obacht! Nur sanften Druck ausüben!

Teppichreinigung
Nassreinigung

Sollten sich nun Flecken in den Teppich eingenistet haben, nutzt man lieber die Nassreinigung. Hierzu kann man einerseits einen sogenannten „Waschsauger“ nutzen. Die Alternative: Man bereitet den Teppich manuell mit einem Schwamm vor, der mit Wasser und Reinigungsmitteln benetzt wurde. Hernach nutzt man einen Nass-Trockensauger. Im Grunde die „Handwasch“-Methode für Teppiche.

Darf der Teppich in die Waschmaschine?

Und wo es die Möglichkeit gibt, dem Dreck mit der eigenen Hände Arbeit zu Leibe zu rücken, besteht natürlich auch die Option, den Teppich in eine Waschmaschine zu verbringen. Hierzu sollte er allerdings klein genug sein.

Man wähle den Feinwaschgang aus – ohne das Schleuderprogramm – und hängt anschließend den Teppich zum Trocknen auf.

Zu welchen Reinigungsmitteln greift man?

Natürlich benötigt man zur eigenständigen Teppichreinigung die notwendigen Mittel. Hier kennen wir die Flüssig- oder Schaum-Methode, als auch das Reinigungspulver.

Bei den ersteren beiden Optionen wird die Lösung direkt auf den Teppich gebracht. Wenn man sich für die Schaumlösung entschieden hat, nutzt man hierzu eine Sprühflasche, bei der Flüssigreinigung einen Schwamm.

Beides ist geeignet, um kurzen oder mittleren Flor bei leichter Verschmutzung zu reinigen. Allerdings kann man auch noch bei mittlerer Verschmutzung einiges erreichen.

Bei härterer Verschmutzung und Langflorteppichen greift man lieber zum Reinigungspulver. Es wird aufgetragen, hernach eingebürstet. Dann wartet man eine halbe Stunde und saugt es vom Teppich ab.

Fazit

Wir halten fest: Es gibt unterschiedliche Optionen, wie man einen Teppich reinigen kann. Je nach Aufwand oder finanzieller Fähigkeit lohnt sich die eine (selber reinigen) oder andere (versiertes Reinigungsunternehmen beauftragen) Methode.

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Bildquellen

  • Handreinigung von Flecken auf Teppich: © xartproduction / stock.adobe.com

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