Schluckauf – Überflüssiger Hicks?

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Plötzlich ist er da. Hicks. Schluckauf. Ein lästiges Phänomen – aber meistens harmlos. Jeder kennt Mythen und Tricks, wie man ihn angeblich los wird, aber wo kommt er her und was passiert im Körper? Ausgelöst wird Schluckauf am häufigsten durch Alkohol, scharfes Essen oder eiskalte Getränke. Auch Luft, die wir beim Essen schlucken (z.B. bei Brot) oder Stress kann die Ursache sein.

In solchen Momenten zieht sich das Zwerchfell krampfartig zusammen, die Lunge wird ruckartig ausgedehnt. Gleichzeitig schließen sich die Stimmlippen im Kehlkopf. Die eingeatmete Luft prallt mit einem lauten „Hicks“ darauf. Man kann darauf keinen Einfluss nehmen, es ist nicht mehr steuerbar.

Den Sinn der Hickserei können Wissenschaftler nur vermuten. Einige sind überzeugt, dass der Reflex für Babys im Mutterleib eine wichtige Aufgabe erfüllt. Die Kleinen haben bereit in der neunten Schwangerschaftswoche ihren ersten Schluckauf.

Forscher gehen davon aus, dass so die Muskulatur trainiert wird, um nach der Geburt problemlos atmen zu können. 

Andere Wissenschaftler halten das Phänomen für ein Überbleibsel der Evolution, genauer gesagt aus der Zeit, als die ersten Tiere an Land gingen und die Art der Atmung sich veränderte.

Mögliche Auslöser für das Hicksen können sein:
  • sehr kalte oder heiße Speisen und Getränke
  • überreichliche Mahlzeiten
  • hastiges Essen oder Trinken
  • starke Nervosität oder Aufregung

Doch wenn man einen Schluckauf hat, ist nur eines wichtig: Wie werde ich ihn wieder los?

  • etwas essen, was das Schlucken aufwendig macht (z.B. einen Teelöffel Zucker)
  • Eiswürfel auf den Kehlkopf halten
  • sich auf eine ganz bestimmte Sache konzentrieren
  • mehrmals hintereinander schnell hecheln
  • stilles Wasser gurgeln
  • ein Glas lauwarmes Wasser in kleinen Schlucken trinken
Chronischer Schluckauf

Wenn der Schluckauf mehr als einen Tag anhält oder immer wieder zurück kommt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dies könnte eine schwerwiegende Erkrankung sein, die behandelt werden muss. Der chronische Schluckauf ist sehr selten und betrifft meist Männer.



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