Kopfläuse?

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Schnelles Handeln ist wichtig…

Eins vorweg: Der Kopflausbefall ist kein Zeichen für mangelnde Hygiene. Auf sauberem Kopf fühlen sich Kopfläuse genauso wohl wie auf ungepflegtem.

Kopfläuse kündigen sich mit einem starken Juckreiz an. Alle zwei bis drei Stunden muss die Laus an der Kopfhaut Blut saugen. Jedes Mal gelangt eine kleine Menge Lausspeichel in die Haut – das verursacht in den kleinen Bisswunden heftigen Juckreiz, der mehrere Tage anhält. Spätestens jetzt sollte die Kopfhaut genauer nach Läusen abgesucht werden. Die Kopfläuse selbst findet man dabei eher selten. Die sind sehr flink und flüchten bei jeder Störung. Deshalb sollten Sie nach den Eiern suchen. Die Nissen, in denen sich die Eier befinden, erkennt man als kleine weiße Punkte knapp oberhalb der Kopfhaut.

Kopfläuse


Läuse befallen häufiger das weibliche Geschlecht und lieben langes Haar. Im Gegensatz zu früher verliert man heute bei der Behandlung von Läusen nicht mehr seine Haare (aber zugegebenermaßen ist die Kopfrasur eine recht heftige jedoch auch wirksame Methode). Läuse benötigen zum Überleben auf Dauer eine Temperatur von über 20 Grad (Idealtemperatur 35 Grad), je kürzer das Haar, um so geringer die Überlebenschance für die Kopfläuse.

Die Nissen werden bevorzugt um die Ohren, an der Schläfe und im Nackenbereich abgelegt. Hier finden die Kopfläuse ideale Temperaturen für die Vermehrung.

Die kleinen Blutsauger werden meist durch direkten Kontakt übertragen. Wird ein Familienmitglied von Läusen befallen, muss sich sofort die ganze Familie untersuchen lassen. Auch Personen, die mit dem Betroffenen im engen Kontakt stehen, sollten vorsorglich untersucht werden. Vor allem Schulen und Kindergärten sind die Orte, an denen sich die Kopflausplage schnell ausbreiten kann. Das Infektionsschutzgesetz verlangt sogar, dass im Falle eines Kopflausbefalls die betroffenen Kinder sofort vom Unterricht befreit werden und erst nach der Vorlage eines ärztlichen Attestes wieder zur Schule dürfen.

Wie wird man Kopfläuse wieder los?

Befallene Räume wie Schlafräume, Wohnräume, Schulräume etc. sind durch Nichtbenutzen bei gleichzeitiger Überhitzung in wenigen Tagen läusefrei. Eine Raumdesinfektion oder ein Waschen von Gardinen erübrigt sich dann also. Fußböden sollten gründlich gereinigt werden (Staubsaugen und den Staubsaugerbeutel anschließend sofort entsorgen).
Wenn Sie nicht betroffen sind, ist die beste Vorbeugung, den Körperkontakt mit Personen zu vermeiden, die Läuse haben. Sie sollten auch keine Gegenstände ausleihen, wie z.B. Mützen, Hüte, Schals, Haarbürsten, Kämme, Handtücher, Bettwäsche usw. 

Auskämmen reicht oft nicht, um Kopfläuse komplett zu beseitigen. Zudem eine Behandlung mit einem Läusekamm sehr mühsam und dauert lange. Das Auskämmen eignet sich eher als Ergänzung zu anderen Behandlungen.

Der Einsatz von Produkten auf Basis spezieller Öle ist weitgehend nebenwirkungsfrei. Diese Öle, meist Silikonöle, können die Oberfläche von etwas komplett überziehen. Bei Kopfläusen verstopft die Substanz die Atemöffnungen und gelangt so in die Atemwege der Laus. Innerhalb von Minuten ist die Kopflaus erstickt. Diese Methode hat den Vorteil, dass diese Öle keine bekannten Allergien auslösen und ungiftig sind.

Eine Möglichkeit der Vorbeugung wäre eine Haarwäsche mittels Kokosöl.



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