Nachhaltige Körperpflege

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Nachhaltige Körperpflege

Nachhaltige Körperpflege: Schutz von Gesundheit und Ökosystem

Die Auswahl an Pflegeprodukten für die Haut ist groß. Allerdings können nicht alle Angebote überzeugen. Während manche Substanzen empfindliche Haut reizen, wirken sich andere negativ auf die Umwelt aus. Im Idealfall landet nur das auf der Haut, was weder der Gesundheit noch dem Ökosystem schadet. Lesen Sie hier, worauf Sie dahingehend achten sollten!

Vorsicht Mikroplastik!

Mit Mikroplastik sind kleine Teilchen aus Kunststoff unter fünf Millimeter Durchmesser gemeint. Dabei wird zwischen sekundärem und primärem Mikroplastik unterschieden. Sekundäres Mikroplastik landet beispielsweise durch Abrieb in der Umwelt. Primäre Kunststoffteilchen werden hingegen separat als solche hergestellt, um sie beispielsweise in Peelings zu verarbeiten. Auch in Duschgel, Shampoo und Kosmetika kommen sie vor. Die synthetischen Polymere (Kunststoffe) dienen unter anderem als Füll- und Bindemittel. Aufgrund der geringen Größe landet Mikroplastik in sämtlichen Teilen der Welt. Es wird über Flüsse ins Meer gespült und über die Luft bis in die Arktis transportiert. Die Auswirkungen auf das Ökosystem sind verheerend. Viele Tiere verenden qualvoll, Lebensräume werden verschmutzt.

Dass Mikroplastik kein Muss bei der Herstellung qualitativer Pflegeprodukt ist, beweisen zahlreiche Alternativen ohne synthetische Polymere. Immer mehr Hersteller verzichten bewusst auf die Verwendung, um nachhaltig orientierte Verbraucher zu überzeugen. Die Suche nach Pflegeprodukten ohne Mikroplastik gestaltet sich dennoch schwierig, da der Markt unübersichtlich ist. Einige Artikel sind zwar entsprechend gekennzeichnet, beim Großteil mangelt es an Transparenz. Es gibt keine offizielle Positivliste. Das liegt unter anderem daran, dass die Branche extrem schnelllebig ist und sich die Inhaltsstoffe kontinuierlich ändern. „Um vor dem Kauf herauszufinden, welche Kosmetik unbedenklich ist, sollten Sie sich eine entsprechende Mikroplastik App herunterladen. Diese verrät Ihnen dank Scanfunktion auf einen Blick, ob es sich um Kosmetik ohne Mikroplastik […] handelt“, empfiehlt die Redaktion unter kosmetik.org im Kaufratgeber für mikroplastikfreie Kosmetik. Folgende Applikationen sind kostenlos:

Damit können Sie Ihre Kaufentscheidung direkt in Geschäften kontrollieren.

Tipp: Möchten Sie sich von Produkten mit Mikroplastik trennen, entsorgen Sie diese über den Hausmüll. Schütten Sie sie keinesfalls in den Abfluss, da die synthetischen Polymere ansonsten direkt in Kläranlagen gelangen und ein Teil davon anschließend in die Meere.

Zertifizierte Naturkosmetik fördern

Nicht alles, was mit „grün“, „Natur“ oder „nachhaltig“ beworben wird, ist tatsächlich unbedenklich. Versteckte Schadstoffe sind leider keine Seltenheit. Naturkosmetik-Zertifikate sind bei der Recherche nach nachhaltiger Körperpflege besonders hilfreich. Die Anforderungen an Inhaltsstoffe gehen bei seriösen Zertifikaten weit über die Vorschriften gemäß EU-Kosmetik-Verordnung hinaus. Weder sind Mikroplastikteile (auf Mineralölbasis) noch Polyethylenglykol (PEG) oder Silikone erlaubt. Zwei bekannte Siegel für zertifizierte Naturkosmetik sind:

  • NaTrue
  • International Organic and Natural Cosmetics Corporation
Nachhaltige Köperpflege
Parabene – gesundheitsschädliche Stoffe lauern überall

Parabene können hormonell wirksam sein und sich negativ auf den Hormonhaushalt auswirken. Sie stehen außerdem unter Verdacht an Schilddrüsenkrebs, Brustkrebs und Nervenentwicklungsstörungen beteiligt zu sein. Wann immer möglich, sollte diese Substanz gemieden werden. Parabene werden in zahlreichen Pflegeprodukten vom Deodorant über Shampoos und Seifen bis hin zu Lotionen und Cremes verarbeitet. Sie können auf der Verpackung auch als Propylparaben, Methylparaben, Butylparaben und Ethylparaben betitelt sein.

Ein Bild, das Person, drinnen, Hand, haltend enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
Palmöl – zertifiziert und trotzdem eine Umweltsünde

Palmöl ist in erster Linie eines: Günstig für die Hersteller. Deshalb handelt es sich um das meistverwendete Pflanzenöl der Welt. Für das Ökosystem ist der immense Bedarf mit verheerenden Folgen verbunden. Um die entsprechenden Ölpalmen anzubauen, werden insbesondere in Asien unvorstellbar große Flächen Regenwald zerstört. Da es kein echtes nachhaltiges Palmöl gibt, hilft ausschließlich der vollständige Verzicht auf dieses Öl bei der Rettung des Regenwalds. Jede Art von Palmöl setzt schließlich das Abholzen von wertvollem Lebensraum voraus.

Mit einem sparsamen Umgang mit Kosmetik können Sie ebenfalls zum Umweltschutz beitragen und gleichzeitig etwas für die Haushaltskasse tun.

Polyethylenglykol (PEG) – schwer abbaubar

Polyethylenglykol (PEG) ist in einer Vielzahl Kosmetikprodukten vertreten, obwohl es Allergien auslösen und die Haut durchlässiger machen kann. PEG kann die Anfälligkeit der Haut gegenüber Schadstoffen erhöhen und wirkt sich schädigend auf die Umwelt aus. Die Substanz ist schwer abbaubar und gelangt durch Zahnpasta, Haarwaschmittel und Duschgel in die Gewässer.

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  • Fitness: © Sebastian Duda / 123rf.com

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