Kleidermotten

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Kleidermotten – Ungebetene Hausgäste

Kleidermotten sind ein gefürchteter Schädling, weil hochwertige Garderobe teuer ist und im modernen Leben eine sehr wichtige Rolle spielt.

Schutz vor Motten wird also sehr ernst genommen. Die typischen ausgefransten Löcher in Pullis, Seidenblusen und wollhaltigen Kleidern bedeuten einen großen Schrecken. Aber auch wenn man bei Freunden oder Bekannten die typischen kleinen Löcher sieht, fragt man sich, ob im eigenen Schrank wohl alles in Ordnung ist?

Die Reaktion auf diese Sorge ist in der Regel der Einsatz von Chemie. Mottenpapier (Wirkstoff aus der Gruppe der Pyrethroide) hängt auf jedem zweiten Bügel. Aber dies ist nach Aussage der Fachleute in Räumen, in denen man sich länger aufhält – also insbesondere in Schlafräumen – nicht gesund. Bleibt die Frage, wie man sich effektiv vor Kleidermotten schützt.

Welche Kleidung ist gefährdet?

Alle tierischen Fasern, also vor allem Wolle, Seide, Leder und Pelze. Achtung: Auch Mischungen mit tierischen Stoffen und Fasern ab 20 bis 30 Prozent sind bereits gefährdet. Nicht gefressen werden Baumwolle, Leinen und reine Kunstfasern.

Kleidermotten vorbeugen

Wie kontrolliere ich meinen Schrank? 
Wie erkenne ich Befall?

Räumen sie ihren Schrank regelmäßig zweimal im Jahr aus und machen sie ihn trocken sauber. Trennen Sie sich von Kleidung, die sie nicht mehr tragen. „Schrankleichen“, die jahrelang nicht angefasst werden, sind ideale Brutstätten von Kleidermotten.

Kleidermotten sind circa 4 bis 9 Millimeter lang, ihre Farbe ist silbrig-gelb (Müslimotten sind hingegen dunkel gefärbt). Kleidermotten segen Eier ab, aus denen weiße Larven schlüpfen und diese sind die eigentlichen, gefräßigen Übeltäter. Sie leben in kleinen Gespinnströhren, aus denen nur der Kopf der Larve herausguckt.

Pheromonfallen sind zwar gesundheitlich völlig unbedenklich, locken aber die Kleidermotten auch von draußen an. Deshalb sind Fliegengitter an den Fenstern notwendig. Wenn Sie aber einen Befall haben, können Pheromonfallen darüber Auskunft geben, wie stark der Befall ist. Die Fallen locken nur die Männchen an.

Vorbeugung

Sie haben keinen Befall, und das soll auch so bleiben. Hängen Sie gefährdete Kleidung nach dem Tragen nicht sofort in den Schrank. Lüften Sie sie erst auf dem Balkon oder im Bad. Das Lüften vertreibt die Körpergerüche aus dem Kleidungsstück.

Tragen Sie Kleidungsstücke mehrmals und waschen Sie sie danach, bevor sie wieder in den Schrank kommt. Nur wirklich trockene Kleidung in den Schrank hängen.

Überlegen Sie, ob sie einen separaten kleinen Raum oder Schrank z.B. im Keller für können, dort ist Mottenpapier kein Problem. Aber lüften Sie die Kleidung vor dem Tragen.

Benutzen Sie bei längerer Tragepause Taschen oder Säcke aus Baumwolle oder Leinen, die sich zubinden lassen, um die Textilien vor Befall zu schützen. Wie bereits gesagt, Kleidermottenlarven fressen keine Baumwolle und können daher auch nicht zu dem Wollstoff vordringen. Da man solche einfachen Taschen im Handel nicht findet, empfehlen wir diese Näharbeiten beim Änderungsschneider machen zu lassen.

Kleidung in Plastiktaschen aufzubewahren ist nicht zu empfehlen, weil sich die Larven der Kleidermotte kleine Löcher bohren, um an die Kleidung heranzukommen. Außerdem brauchen Textilien Luft.

Schließlich ist es wichtig, stark duftende Seifen oder ähnliches in den Schrank zu legen, das mögen Motten nicht. Teure Duftstoffe (Patschuli-, Zedernholz- oder Zitrusöl) sind nicht nötig, entscheidend ist der starke Duft. Den nimmt die auch Kleidung an. Vor dem Tragen die Kleidung rechtzeitig zum Lüften ins Bad oder in eine schattige Ecke auf Balkon oder Terrasse hängen.

Bei Befall

Nachdem der Schrank leer ist, untersuchen Sie auch die Unterseiten der Regalböden und Bohrlöcher in Holz oder Wand. Schrank zwei Tage leer stehen lassen, erneut reinigen.

Prüfen Sie zunächst, ob das befallene Kleidungsstück nicht besser in den Hausmüll gehört. Waschen Sie die Kleidung bei 60 Grad oder lassen Sie sie reinigen. Befallene Textilien in Plastikbeutel sieben Tage lang einfrieren, auftauen lassen und wieder einfrieren, um die Larven sicher abzutöten. Sie können Textilien, die dies zulassen, auch Bügeln. Starke Hitze und Frost wirkt zuverlässig gegen die Larven. Behalten sie verdächtige Kleidungsstücke im Auge, bis der Befall ausgestanden ist.

Rat diesem Thema erteilt auch die Verbraucherberatung in Ihrer Stadt oder Gemeinde, die Umweltberatungsstellen, sowie die Gesundheitsämter.

Ähnliche Artikel in unserem Blog: Kennen Sie schon unsere Tipps gegen Fliegen im Haus oder Kopfläuse?

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