Kartoffeln selbst anbauen

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Pommes, Knödel, Gnocchi, Kartoffelpüree und Chips – Grundlage aller dieser Speisen bilden Kartoffeln. Kaum eine Nutzpflanze ist so häufig auf unserem Speiseplan vertreten wie sie. Immerhin ein Teil unseres Bedarfs lässt sich ganz einfach im eigenen Garten anbauen, denn Kartoffeln anzubauen ist gar nicht so schwer.

Die richtige Pflanzkartoffel

Im Pflanzenhandel findet man sogenannte Saatkartoffeln. Im Vergleich zu den Speisekartoffeln, die für den Verzehr angebaut werden, stammen die sogenannten Saat- oder Pflanzkartoffeln aus speziellen Anzuchtbetrieben. Eine Zertifizierung bescheinigt dabei, dass die Kartoffeln virenfrei sind und die passende Qualität für den Anbau haben.

Grundsätzlich kann man jede Pflanzkartoffel nehmen und zur Anzucht der nächsten Pflanzen- und Knollengeneration nutzen. Prinzipiell eignen sich alle Knollen, an denen bereits Keime gewachsen sind. Wählen Sie aber Knollen mit vielen Keimen oder Augen aus, denn aus jedem von ihnen entsteht ein neuer Keimling, der von Neuem 2 bis 4 Knollen produzieren wird.

Wann soll man Kartoffeln pflanzen?

Die Kultur der Kartoffeln beginnt im Frühjahr, wenn die Böden sich auf knapp zehn Grad erwärmt haben. Ab dem 15. April herum ist eine gute Zeit. Eine alte Bauernweisheit besagt, dass man Kartoffeln pflanzen soll, wenn der Flieder blüht. Das ist ein guter Zeitpunkt, denn zur Fliederblüte sind die klimatischen Bedingungen auch für den Kartoffelanbau geeignet.

Aber zuvor müssen die Knollen schon erste Triebe entwickeln, die das Wachstum im Boden dann beschleunigen. Man kennt diese Entwicklung: Lagern Kartoffeln in der Küche zu warm oder zu hell, zeigen sich an der Schale erst Augen und mit der Zeit werden daraus Triebe. Aber: Werden diese Triebe lang und hellgrün, sind sie für die Kultur wertlos. Die Saatkartoffeln ab Mitte März in Eierkartons legen und diese bei Temperaturen von 12 – 15 Grad möglichst hell aufstellen. So bilden sich kräftige, dunkelgrüne Triebe.

Der ideale Boden

Diese Knollen kommen am besten in sandige und sandig-lehmige Böden. Schwere Böden müssen aufbereitet werden. Am besten mit Kompost. Er lockert nicht nur den Boden auf, er reichert ihn auch mit wertvollen Nährstoffen an. Denn Kartoffeln sind Mittel- bis Starkzehrer. Alle Böden müssen vor dem Pflanzen noch einmal gelockert werden, dann kommen die vorgetriebenen Knollen mit den Augen bzw. dem Austrieb nach oben gerichtet darin in zehn Zentimeter tiefe Furchen. Zwischen den einzelnen Kartoffeln sollte ein Abstand von 35 Zentimetern bleiben, zwischen den Reihen 70 Zentimeter. Über die Knollen kommt eine dicke Schicht Erde und bis keine Spätfröste mehr drohen, was in Deutschland in der Regel bis Mitte Mai möglich ist, sollten licht- und wasserdurchlässige Wachstumsfolien die Pflanzen schützen. Frühe Sorten kann man schon im Juli oder August ernten.

Kartoffeln pflanzen, Pflanzkartoffel
Die vorgetriebenen Knollen mit den Augen bzw. dem Austrieb nach oben gerichtet pflanzen.
Kartoffeln im Topf oder Hochbeet anbauen

Kartoffeln können auch in Hochbeeten, großen Blumenkübeln oder Pflanzsäcken* auf dem Balkon oder auf der Terrasse angebaut werden. Dazu ein möglichst hohes Gefäß etwa zehn Zentimeter hoch mit Kies oder Blähton befüllen. Damit überschüssiges Wasser abfließen kann, sind Löcher im Boden wichtig. Anschließend folgt eine 15 Zentimeter hohe Schicht aus hochwertiger Blumenerde. Auf diese Erdschicht vier Pflanzkartoffeln setzen. Sobald nach einiger Zeit und regelmäßigem Gießen ca. zehn Zentimeter lange Triebe gewachsen sind, nochmals Erde aufschichten, sodass nur noch die Blattspitzen der Kartoffelpflanze herausschauen.

Das Ganze so oft wiederholen, bis das Pflanzgefäß total gefüllt ist. Nach etwa 3 ½ Monaten kann man mit der Ernte beginnen.

Versuchen Sie auch einmal unser leckeres Rezept für Kartoffelsuppe mit Trüffeln!

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Bildquellen

  • Pflanzkartoffel: © fotoduets / stock.adobe.com

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